Als DevOps vor etwa 10 Jahren als Bewegung startete, war der verbreitete Eindruck, es würde eigentlich nur um Software Delivery gehen. Das war 2008, heute sieht die Realität ganz anders aus und ist sogar besser - wenn man es richtig macht.

Am Anfang konnte man den Eindruck bekommen, DevOps ist praktisch nur eine Optimierung des Prozesses vom Code Commit bis zum Deployment. Tatsächlich hat es seit 2008 bei DevOps eine stetige Entwicklung gegeben: Heute sprechen die Anwender der Technik mindestens genauso oft über "Menschen" und "Value Streams" wie über die Prozesse der "Software Delivery".

Warum ist das so: Wenn Sie DevOps einsetzen wird sehr schnell klar, dass der Aspekt "Mensch" ein mit entscheidender Faktor für den gesamten Prozess ist. DevOps wird nur dann richtig funktionieren, wenn die Teams, Abläufe und Prozesse der gesamten Firma im Sinne von DevOps denken und handeln. Es dürfen keine Hindernisse zwischen den Teams und Abteilungen – also den Menschen – im Unternehmen stehen. Nicht nur die IT muss "DevOps" leben, sondern die gesamte Firma.

Der Wert einer Anwendung muss möglichst schnell ausgeliefert werden – soll heißen, eine App kann sich erst dann wieder refinanzieren, wenn sie beim Anwender angekommen ist. Um diesen Value Steam möglichst hoch zu halten führt kein Weg an DevOps vorbei. Erst durch die Geschwindigkeit können Sie neue Features noch am selben Tag monetarisieren. Dabei ist DevOps weder kompliziert, noch disruptiv und Sie müssen auch nicht Google sein um es einzusetzen.

Die nächste Evolutionsstufe von "agil" heißt "DevOps" - und es geht um Tools, aber auch um Menschen und Value Streams.