Etwa 85 Millionen Zahlungen werden laut Bundesbank jeden Tag in Deutschland elektronisch verarbeitet. Es ist damit zu rechnen, dass diese Zahl in den kommenden Jahren noch deutlich steigen wird, vor allem weil der eigentliche Zahlungsvorgang durch den Einsatz neuer Technologien beim Kauf in den Hintergrund treten wird. Bargeld hat da ausgespielt. Die EZB prognostiziert, dass 2023 etwa 25 Prozent aller Zahlungen in Echtzeit durchgeführt werden.

Wie bei der Digitalisierung geht es bei Zahlungsverkehr in Echtzeit nicht nur darum, bestehende Prozesse weiter zu automatisieren, sondern darum, komplett neue Geschäftsprozesse zu etablieren.

Use Cases für den Handel

Der Handel wünscht sich Instant Payments aus folgenden Gründen:

-        Kein Man-in-the-Middle mehr nötig - heißt Zahlungen werden ohne zusätzlichen Dienstleister möglich und damit günstiger

-        Weiter sinkende Kosten aufgrund steigenden Wettbewerbs

-        Geld ist sofort verfügbar

Die Zahlung in Echtzeit wird das Nachname-System in Online- und Versandhandel komplett ablösen.

Keine Kosten mehr für die Absicherung des Ausfallrisikos

Mit Instant Payments werden sicher Pay-as-you-use-Modelle Anwendung finden. Der Vorteil: Die Echtzeitüberweisung basiert auf der SCT (SEPA-Überweisung), nicht auf der SDD (SEPA-Lastschriftverfahren). Das bedeutet, die Zahlung kann nicht widerrufen werden. Der Händler braucht somit nicht die Kosten für die Absicherung des Ausfallrisikos zahlen und verfügt über den vollen Betrag sofort nach der Transaktion.

Blick in die Zukunft: Elektronische Rechnungsstellung

Ein Unternehmen könnte zum Beispiel kein Zero Balancing durch seine Hausbank mehr benötigen, wenn es dies mittels Instant Payments auch selbst automatisiert durchführen kann. Man könnte sich also vorstellen, dass die Verbindung von Instant Payments mit Initiativen zur elektronischen Rechnungsstellung ganz neue Prozesse hervorbringt.

Entwicklung und Einführung des neuen Verfahrens sind daher sehr komplex und stellen hohe Anforderungen an die Gestaltung der neuen Prozesse im Zahlungsverkehr, an die Implementierung der notwendigen Sicherheitsstandards und vor allem an die durchgängige Verfügbarkeit der IT-Infrastruktur von Finanzinstituten und Zahlungsdienstleistern. Besondere Herausforderungen sind eine sehr geringe Zeit für die Umsetzung, gesteigerte Anforderungen an Performance (zeitkritisch, Transaktion in unter 10 Sekunden), 24/7 Verfügbarkeit und Zero-Downtime durch Rolling Updates.

x-cellent hat aufgrund Ihrer Erfahrung in der On-Demand Bereitstellung von hochverfügbaren und skalierbaren IT-Infrastrukturen als auch in der Umsetzung von DevOps-Praktiken und Deployment-Prozesse beim Aufbau entsprechender Lösungen maßgeblich unterstützt (siehe Use Case Instant Payment für Sparkassen: Echtzeitüberweisungen für 50 Millionen Kunden).