Wenn Sie im Jahr 2005 einen SEO gefragt haben, wie Sie Ihre Texte für die größtmögliche Wirkung in google aufbauen sollen, war die häufigste Antwort: Keyword in URL, title, description, H1 und dann noch möglichst häufig auf der Seite. Das hatte damals sicher auch noch seine Richtigkeit – heutzutage stimmt das aber nur noch bedingt: Google bewertet natürlich immer noch diese wichtigen Auszeichnungen einer Website – aber die Suchmaschinen sind viel klüger geworden. Gerade das als "Keyword-Stuffing" bezeichnete spammen von Keywörtern in einem Text führt schon seit Jahren eher zu Abstrafung als einen Nutzen zu bringen.

"Inhalte messen" versus "gute Inhalte erzeugen"
Die Aussage von Eric Schmidt (Executive Chairman von Alphabet Inc.) "Was gut für den User ist, ist auch gut für dein Ranking" trifft es dabei voll: Wenn etwas stimmt, dann das google immer versucht, dem Suchenden das bestmögliche Ergebnis zu liefern. Wenn also die Suchmaschine einfach nur die Seite mit den meisten Suchwort-Treffern als erstes anzeigen würde, hätte sie ihren Job nicht gut gemacht. Google ist viel klüger geworden: Es wird schon lange nicht mehr das einzelne Keyword betrachtet – Texte, die in den Suchmaschinen gut funktionieren, sind Texte, die sich mit einem Thema tiefgründig beschäftigen. Es sind also Texte die einen Leser das Thema beantworten und fesseln.

SEO-texten ist schon so lange tot – aber wie dann?
Wer also heute immer noch behauptet Texte rein für die Suchmaschine zu schreiben, der hat die letzten zehn Jahre verschlafen. Wie aber kann man dann den SEO-Wert eines Textes beurteilen? Dafür gibt es ein paar Hinweise:

  • Der Text sollte über 2.000 Wörter lang sein.
  • Der Inhalt MUSS einen Mehrwert bieten. Das kann auch eine eigene Sichtweise, ein eigenes Vorgehen oder Tipps und Trick sein.
  • Kein Me-too-Content – und auch keine Wikipedia.
  • Erstellen Sie Inhalte, die die Chance haben ein Evergreen zu werden. Texte die eine lange Haltbarkeit haben, haben eine größere Chance über die Zeit Links aufzubauen.
  • Geben Sie Ihren Lesern die Chance sich am Inhalt zu beteiligen, zum Beispiel mit einer Kommentar-Funktion.
  • Schreiben Sie nicht auf ein Keyword, beleuchten Sie das ganze Thema. Wenn Sie zum Beispiel "Weihnachstbäume online verkaufen", werden sich ihre Leser sicher dafür interessieren, welche Unterschiede es zwischen den Bäumen gibt, wie man sie am besten aufstellt und welcher Weihnachtsschmuck zu welchem Baum passt. Und jede Weihnachten erweitern Sie den Text um die aktuellen Trends bei Weihnachstbäumen.
  • Wenn Sie keine Ideen haben, welche weiteren Keywords zu Ihrem Thema passen: https://answerthepublic.com/ oder https://neilpatel.com/de/ubersuggest/ sind gute Quellen um Vorschläge für die Keyword-Wolke zu bekommen.
  • Natürlich sollte Ihr Thema oder Haupt-Keyword noch in URL, title, description und H1 zu finden sein.
  • Vergessen Sie ihre interne Verlinkung nicht.
  • Und zu allerletzt: Lesen Sie die vorangegangenen Blogbeiträge :D